Redundanz und Information in der Kunst

Die klassische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zeichnet sich dadurch aus, dass die Kompositionen in Sätze (z.B. Sonatenform) gegliedert sind, die im Tempo und der Stimmung abwechseln. Innerhalb der Sätze herrschen bestimmte Regeln (Sonatensatzform) der Länge und der Wiederholungen und der Variationen der Motive. Wiederholungen und Variation lassen sich zwanglos wiedererkennen. Der Terminus dafür ist Redundanz: das schon Bekannte taucht wieder auf. Überraschungen sogenannte (neue) Information erscheint bei der Präsentation neuer Motive oder der überraschenden Variation schon bekannter Motive. Das Verhältnis zwischen Redundanz und Information ist ausgewogen. Die moderne gehobene Musik der 20 Jahrhunderts (E-Musik) unterliegt diesen Regeln nicht mehr, sondern bietet eine unaufhörliche Aneinanderreihung von neuen Motiven, Klangfarben, musikalischen Einfällen und willkürlich Disharmonien, in welche kaum noch Redundanz ist. Sie bietet zu viel Information, um noch angenehm zu wirken.

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